„Mein 68“ / „Ein verspäteter Brief an meinen Vater“

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„Mein 68“ / „Ein verspäteter Brief an meinen Vater“

Der Film versucht eine im Leben gescheiterte Auseinandersetzung des Autors mit seinem Vater, der früher NSDAP-Mitglied und nach dem Krieg CDU-Wähler war, nachzuholen. Dieser reagierte auf den politischen Aufbruch der damaligen Studierendengeneration und seines eigenen Sohnes mit Unverständnis, indem er 1968 ohne ein Gespräch und nur mit einem Brief alle Brücken zu seinem Sohn abbrach und diesem das Betreten des Elternhauses verbot. An diesem Nichthinsehen- und Nichthinhören-Wollen der Vätergeneration setzt der Film an. Er rekonstruiert im fiktiven Dialog mit dem Vater die Ursachen für das Entstehen der politisch-kulturellen Revolte in den 1960er-Jahren. Das prominente Personal der Nazi-Täter und Nazi-Mitläufer versammelte sich nicht nur in Regierung und Ministerien, Justiz und Polizei, Wirtschaft und Medien, sondern auch und vor allem an den Universitäten. Der Autor gründete zusammen mit anderen 1965 an der Universität Bonn eine Gruppe des „Sozialistischen Deutschen Studentenbundes (SDS)“ und wurde zu einem prominenten Akteur des Aufstandes gegen die Nazigeneration.

WDR 1988, 45 Minuten

Diese Filmvorführung ist Teil der Dokumentarfilm-Reihe „Die Rückkehr der Täter“ von Hannes Heer. Sie findet in Kooperation mit der Evangelischen Akademie der Nordkirche, der Landeszentrale für politische Bildung Hamburg und der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft Hamburg e. V. statt.

Kosten: 10 Euro (ermäßigt 7,50 Euro)

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