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Was bleibt ist die Erinnerung (3-teiliges Seminar)

3. Februar 2023 - 5. Februar 2023

€150 – €200

Anmeldung bis zum 15.10.2022 per E-Mail an
hallo@bildungsbuero-hamburg.de

Was haben eigentlich meine Großeltern während des Nationalsozialismus getan? Diese Frage stellen sich viele Enkel:innen der Zeitzeug:innen des Nationalsozialismus im Laufe der Jahre. Doch die Informationen, die sie erhalten, sind meist spärlich oder lückenhaft, kaum mehr als Fragmente einer Erzählung. Mit dem Sterben der Zeit­zeug:innengeneration bleiben von dieser Epoche in den Familien nicht mehr als ein paar Fotos aus dem Familienalbum und eben jene Erzählfragmente über den Alltag des „Russlandfeldzuges“ oder das beschwerliche Leben in zerbombten Städten. Diese meist vermeintlich harmlosen Anekdoten kontras­tieren dabei scharf mit dem offiziellen Ge­denken an die Opfer des Nationalsozialismus und dem historischen Wissen über den Faschismus.

Nazihintergrund? Wir doch nicht!
In den allermeisten Familien bleibt der Ein­druck, der Nationalsozialismus habe stets an einem anderen Ort und mit unbekannten Akteur:innen stattgefunden, man habe nichts tun können und versucht anständig zu bleiben. Dass dies angesichts der Massenbasis des Faschismus nur für einen kleinen Teil der Familienerzählungen zutreffen kann, mag Anlass sein, die eigene Familienerzählung kritisch zu hinterfragen.
Dieses Seminar soll die Gelegenheit geben, gemeinsam mit anderen die Erzählungen über den Nationalsozialismus in der eigenen Familie zu untersuchen, auf Widersprüche abzuklopfen, die eigenen Interessen darin sichtbar zu machen und ein kritisches Ver­hältnis zur eigenen Familienerzählung zu entwickeln.

Archivrecherche und Familienerzählungen
Nach dem Einstiegswochenende wollen wir im zweiten Teil mit Hilfe einer angeleiteten Archivrecherche Daten und Fakten über die eigenen Großeltern ermitteln und mögliche Lücken in den Erzählungen herausarbeiten. Dabei orientieren wir uns an der Methode ,,Erinnerungsarbeit“ von Frigga Haug.
Die Seminargruppe soll sich dabei im Sinne einer Forschungsgruppe gegenseitig unter­stützen und einen Rahmen für die Auswer­tung der Untersuchung bieten. Der Verlauf der Recherche und die Auswirkungen even­tueller Familiengespräche werden in einem dritten Seminarblock reflektiert. Hier wird auch geschaut, wo und wie der Faschismus und einzelne Ideologiefragmente in der eigenen Familie gelebt und weitergegeben wurden.
Das Seminar richtet sich explizit an die Enkel:innen, ferner auch an Urenkel:innen von Familien, die im Nationalsozialismus Teil der Mehrheitsgesellschaft in Deutsch­land waren. So genau dieses Seminar auf die Belange dieser Zielgruppe zugeschnitten ist, so wenig wird es den Anforderungen von Menschen gerecht, die Angehörige von über­lebenden sind oder deren Familien während des Nationalsozialismus nicht in Deutschland gelebt haben.

Termine: 04.11.22 – 06.11.22 | 10.12.22 – 11.12.22 | 03.02.23 – 05.02.23

Detailierte Informationen finden Sie im Veranstaltungsflyer

Anmeldung bis zum 15.10.2022 per E-Mail an
hallo@bildungsbuero-hamburg.de

Details

Beginn:
3. Februar 2023
Ende:
5. Februar 2023
Eintritt:
€150 – €200
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Veranstaltungsort

wird nach Anmeldung bekannt gegeben

Veranstalter

Bildungsbüro Hamburg e.V.