Zwangsarbeit und Widerstand – Aufarbeitung der Geländegeschichte Kampnagels

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Zwangsarbeit und Widerstand – Aufarbeitung der Geländegeschichte Kampnagels

Seit 40 Jahren steht Kampnagel für zeitgenössische Performance, Tanz und Theater. Bisher wenig durchleuchtet ist die Vergangenheit des Geländes während des Nationalsozialismus: Aus dem Kranhersteller Nagel & Kaemp wurde 1934 die »Kampnagel AG«, von 1939-45 umgenutzt als Rüstungsbetrieb – mit mehr als 500 Zwangsarbeiter*innen, die in sechs betriebseigenen Lagern untergebracht waren. Vereinzelt fanden sich Solidaritätsakte zwischen Angestellten Kampnagels bzw. Anwohner*innen und Zwangsarbeiter*innen und zeigten so Handlungsoptionen auf.

Es ist überfällig, dass sich die Kulturinstitution Kampnagel nun dieser Geschichte annimmt. Mit digitalen Mitteln wird ein innovativer Prototyp für die Auseinandersetzung mit der eigenen Geländegeschichte als wegweisende, verantwortungsbewusste Erinnerungskultur entwickelt. Dieser Prozess wird die Spielzeit 2023/24 begleiten. Alle zwei Monate finden öffentliche Treffen statt, bei denen die Wissensstände des Recherche-Teams vorgestellt werden und Raum geschaffen wird für Anregungen, Fragen und Vernetzung. Im vierten Treffen laden Sophia Hussain und Simone Rozalija Thiele ein, sich gemeinsam auf Spurensuche zu begeben.

Zur Anmeldung

Das Projekt wird von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) und dem Bundesministerium der Finanzen (BMF) gefördert.

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