• Sonderausstellung „Kultur unter Kontrolle“

    Hamburger Rathaus Rathausmarkt 1, Hamburg

    Kultur unter Kontrolle. Hamburger Kultureinrichtungen und die Kulturverwaltung im Nationalsozialismus Hamburg erfreute sich bis 1933 eines bunten Kulturlebens. Moderne Kunst lockte in die Museen, in Konzerthäusern und Tanzlokalen spielten Big Bands auf. Theater und die zahlreich entstandenen Kinos präsentierten ein vielfältiges Programm. Nach dem Machtantritt der Nationalsozialisten fiel das kulturelle Leben jedoch unter die Kontrolle der neu gegründeten Kulturbehörde. Welche Funktionen hatte Kultur im nationalsozialistischen Hamburg? Die Ausstellung zeigt, wie Kultureinrichtungen sich anpassten, Teil der NS-Propagandamaschinerie wurden und bei Verfolgungsmaßnahmen mitwirkten. Auch berichtet sie über verdeckte Auflehnung und vereinzelten Widerstand. Eine Ausstellung der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen mit Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und der Hamburgischen Bürgerschaft. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 7 bis 19 Uhr Samstag 10 bis 18 Uhr Sonntag 10 bis 17 Uhr Besucherservice und Katalogverkauf: Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr Samstag und Sonntag 10 bis 14 Uhr Zweistündige Gruppenbegleitungen durch die Ausstellung können beim Museumsdienst gebucht werden: Telefon: 040 | 4 28 13 10, E-Mail: info@museumsdienst-hamburg.de. Ort: Rathaus Hamburg, Rathausmarkt 1

  • 80 Jahre Curiohaus-Prozesse

    Curio-Haus Rothenbaumchaussee 11, Hamburg

    In den Jahren 1946 bis 1949 fanden verschiedene britische Militärgerichtsprozesse im großen Saal des Hamburger Curiohauses statt. Der aufwändige Hauptprozess behandelte auf exemplarische Weise das KZ Neuengamme. Von den bis 1945 dort gefangen gehaltenen ca. 100.000 Menschen aus Deutschland und den besetzten Ländern verloren mindestens 50.000 Menschen ihr Leben. Sie starben infolge der unmenschlichen Arbeits- und Lebensbedingungen, durch direkte Morde und während der Lagerräumungen. Vom 18. März bis zum 13. Mai 1946 stand in dem bis heute erhalten gebliebenen Saal die ehemalige Lagerleitung des KZ Neuengamme – 14 leitende SS-Offiziere und Aufseher – vor Gericht. Die Anklage umfasste u.a. Tatbestände wie die Vergasung von Kriegsgefangenen und die Morde an den Kindern von Bullenhuser Damm. Elf Todesurteile wurden ausgesprochen. In Erinnerung an die Opfer des nationalsozialistischen Gewaltregimes wird der Prozess im Wortlaut in gekürzter Form als szenische Lesung dargestellt. Buch und szenische Einrichtung: Michael Batz, Musik: Jakob Neubauer und Markus Voigt. Eine Veranstaltung der GEW. Anmeldung erforderlich: info@gew-hamburg.de Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Die Hamburger Curiohaus-Prozesse: NS-Kriegsverbrechen vor britischen Militärgerichten“, siehe Programmflyer.

  • Erinnern oder Lernen? Emotionen, Wissen und Rituale in der Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen

    Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg Hühnerposten 1, Hamburg

    Gedenkstätten sind sowohl Orte der Trauer und des Gedenkens als auch Orte der Produktion, Vermittlung und Bewahrung von Wissen. Doch wie verhalten sich diese beiden Funktionen zueinander und wie hat sich dieses Verhältnis historisch entwickelt? Handelt es sich um ein Spannungsverhältnis oder um ein produktives Zusammenspiel? Welche Formen und Praktiken des Gedenkens werden an Gedenkstätten von wem praktiziert? Welche Rolle spielen dabei Rituale, was kann Kunst zu einer emotionalen und zugleich reflexiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beitragen? Wie können emotionale und kognitive Zugänge in der alltäglichen Arbeit sinnvoll aufeinander bezogen werden? Begrüßung: Frauke Untiedt (Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, Hamburg), Prof. Dr. Oliver von Wrochem (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, Hamburg) Podium: Gottfried Kößler (ehem. Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt a.M.), Swenja Granzow-Rauwald (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg), Dr. Verena Haug (Anne Frank Zentrum, Berlin), Dr. Ulrike Löffler (Historikerin, Chemnitz). Moderation: Jennifer Farber (Zentrum für Erinnerungskultur, Duisburg) Die Veranstaltung findet statt als Teil der bundesweiten Gesprächsreihe: Nach der „Generation Aufarbeitung“ – Geschichte, Gegenwart & Zukunft der Gedenkstätten zu den NS-Verbrechen. Die Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Stiftung Topographie des Terrors, dem Förderverein der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft und den Bücherhallen Hamburg. Es gibt einen Livestream. Für die Teilnahme vor Ort wird um eine Anmeldung gebeten.

  • Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

    Mahnmal St. Nikolai Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg

    Wie finde ich heraus, was meine Vorfahren in der NS-Zeit gemacht haben? Zehn Nachfahren berichten in dem Buch, wie sie ihre Recherche angegangen sind, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Der Herausgeber des Buches, Dr. Johannes Spohr, betreibt in Berlin den Archivrecherchedienst „Present Past“ zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft. Die Veröffentlichung zeigt einen Ausschnitt seiner Arbeit und gibt zugleich Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft. In der Veranstaltung berichtet Johannes Spohr über den Prozess der Familienrecherche. Im anschließenden Gespräch mit Personen, die sich bereits mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt haben, wird die individuelle Dimension eines solchen Rechercheprozesses beleuchtet. An diesem Abend sprechen Autor Dr. Johannes Spohr, die Kuratorin der aktuell im Mahnmal St. Nikolai gezeigten Fotoausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung“ Katrin Jakobsen und die Illustratorin Paula Mittrowann über die Motivation, sich mit dem auseinanderzusetzen, was die eigenen Eltern oder Großeltern während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs getan haben. Was lässt sich wie herausfinden, was nicht? Und: was macht man mit den gewonnenen Erkenntnissen? Das Gespräch moderiert Karin Heddinga (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Mahnmal St. Nikolai. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.mahnmal-st-nikolai.de

  • 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Neuengamme

    KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

    Wir freuen uns, Sie im Mai 2026 zu den Veranstaltungen rund um den Jahrestag der Befreiung begrüßen zu dürfen. Notieren Sie sich jetzt schon einmal den Termin. Unter anderem ist folgendes Programm geplant: 2. Mai 2026, 09.30–12.00 Uhr - Ort der Verbundenheit: Druckwerkstatt für Angehörige Anmeldung für dieses und weitere Angebote für Angehörige ehemaliger Häftlinge bis 24. April 2026 unter: eveeno.com/193760958 2. Mai 2026, 13.00–14.30 Uhr - Ort der Verbundenheit: öffentliche Plakatpräsentation 2. Mai 2026, 15.00–18.00 Uhr - Memory Matters! Vielfältiges Erinnern zum 81. Jahrestag 3. Mai 2026, 16.30 Uhr, Einlass ab 15.45 Uhr - Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager. Internationale Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Überlebenden und Angehörigen ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme aus aller Welt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Gedenkfeier in den ehemaligen Walther-Werken und wird mit einer Kranzzeremonie am ehemaligen Arrestbunker fortgesetzt. Bitte unterstützen Sie uns bei der Organisation der Gedenkfeier und melden sich dafür hier an: eveeno.com/200641763 Mehr Informationen zur Gedenkfeier finden Sie hier: 3. Mai 2026 4. Mai 2026, 10.00 Uhr - Öffentliche Zeitzeug*innengespräche mit zwei Überlebenden des KZ Neuengamme und zwei Angehörigen von NS-Verfolgten für Schulklassen 4. Mai 2026, 14.00 Uhr - Erzähl- und Begegnungscafé mit Angehörigen von ehemaligen Häftlingen des KZ Neuengamme und von NS-Verfolgten 4. Mai 2026, 19.00 Uhr - Daughters […]