• Erinnern oder Lernen? Emotionen, Wissen und Rituale in der Gedenkstättenarbeit zu den NS-Verbrechen

    Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg Hühnerposten 1, Hamburg

    Gedenkstätten sind sowohl Orte der Trauer und des Gedenkens als auch Orte der Produktion, Vermittlung und Bewahrung von Wissen. Doch wie verhalten sich diese beiden Funktionen zueinander und wie hat sich dieses Verhältnis historisch entwickelt? Handelt es sich um ein Spannungsverhältnis oder um ein produktives Zusammenspiel? Welche Formen und Praktiken des Gedenkens werden an Gedenkstätten von wem praktiziert? Welche Rolle spielen dabei Rituale, was kann Kunst zu einer emotionalen und zugleich reflexiven Auseinandersetzung mit der Vergangenheit beitragen? Wie können emotionale und kognitive Zugänge in der alltäglichen Arbeit sinnvoll aufeinander bezogen werden? Begrüßung: Frauke Untiedt (Stiftung Hamburger Öffentliche Bücherhallen, Hamburg), Prof. Dr. Oliver von Wrochem (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, Hamburg) Podium: Gottfried Kößler (ehem. Fritz-Bauer-Institut, Frankfurt a.M.), Swenja Granzow-Rauwald (KZ-Gedenkstätte Neuengamme, Hamburg), Dr. Verena Haug (Anne Frank Zentrum, Berlin), Dr. Ulrike Löffler (Historikerin, Chemnitz). Moderation: Jennifer Farber (Zentrum für Erinnerungskultur, Duisburg) Die Veranstaltung findet statt als Teil der bundesweiten Gesprächsreihe: Nach der „Generation Aufarbeitung“ – Geschichte, Gegenwart & Zukunft der Gedenkstätten zu den NS-Verbrechen. Die Veranstaltung wird durchgeführt in Kooperation mit der Bundeszentrale für politische Bildung, der Friedrich-Schiller-Universität Jena, dem NS-Dokumentationszentrum der Stadt Köln, der Stiftung Topographie des Terrors, dem Förderverein der sächsischen Landesarbeitsgemeinschaft und den Bücherhallen Hamburg. Es gibt einen Livestream. Für die Teilnahme vor Ort wird um eine Anmeldung gebeten.

  • Present Past. Wie Nachfahren ihre NS-Familiengeschichte erforschen

    Mahnmal St. Nikolai Willy-Brandt-Straße 60, Hamburg

    Wie finde ich heraus, was meine Vorfahren in der NS-Zeit gemacht haben? Zehn Nachfahren berichten in dem Buch, wie sie ihre Recherche angegangen sind, was sie herausgefunden haben und wie sie mit den Erkenntnissen umgehen. Der Herausgeber des Buches, Dr. Johannes Spohr, betreibt in Berlin den Archivrecherchedienst „Present Past“ zum Nationalsozialismus in Familie und Gesellschaft. Die Veröffentlichung zeigt einen Ausschnitt seiner Arbeit und gibt zugleich Einblick in persönliche Erinnerungspraktiken einer wachsenden Minderheit in der deutschen Gesellschaft. In der Veranstaltung berichtet Johannes Spohr über den Prozess der Familienrecherche. Im anschließenden Gespräch mit Personen, die sich bereits mit ihrer Familiengeschichte auseinandergesetzt haben, wird die individuelle Dimension eines solchen Rechercheprozesses beleuchtet. An diesem Abend sprechen Autor Dr. Johannes Spohr, die Kuratorin der aktuell im Mahnmal St. Nikolai gezeigten Fotoausstellung „Auf der Suche nach der verlorenen Erinnerung“ Katrin Jakobsen und die Illustratorin Paula Mittrowann über die Motivation, sich mit dem auseinanderzusetzen, was die eigenen Eltern oder Großeltern während des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkriegs getan haben. Was lässt sich wie herausfinden, was nicht? Und: was macht man mit den gewonnenen Erkenntnissen? Das Gespräch moderiert Karin Heddinga (Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte). Eine Kooperationsveranstaltung mit dem Mahnmal St. Nikolai. Weitere Informationen und Anmeldung auf www.mahnmal-st-nikolai.de

  • 81. Jahrestag der Befreiung des KZ Neuengamme

    KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

    Wir freuen uns, Sie im Mai 2026 zu den Veranstaltungen rund um den Jahrestag der Befreiung begrüßen zu dürfen. Notieren Sie sich jetzt schon einmal den Termin. Unter anderem ist folgendes Programm geplant: 2. Mai 2026, 09.30–12.00 Uhr - Ort der Verbundenheit: Druckwerkstatt für Angehörige Anmeldung für dieses und weitere Angebote für Angehörige ehemaliger Häftlinge bis 24. April 2026 unter: eveeno.com/193760958 2. Mai 2026, 13.00–14.30 Uhr - Ort der Verbundenheit: öffentliche Plakatpräsentation 2. Mai 2026, 15.00–18.00 Uhr - Memory Matters! Vielfältiges Erinnern zum 81. Jahrestag 3. Mai 2026, 16.30 Uhr, Einlass ab 15.45 Uhr - Gedenkveranstaltung anlässlich des 81. Jahrestages des Kriegsendes und der Befreiung der Konzentrationslager. Internationale Veranstaltung in der KZ-Gedenkstätte Neuengamme mit Überlebenden und Angehörigen ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme aus aller Welt. Die Veranstaltung beginnt mit einer Gedenkfeier in den ehemaligen Walther-Werken und wird mit einer Kranzzeremonie am ehemaligen Arrestbunker fortgesetzt. Bitte unterstützen Sie uns bei der Organisation der Gedenkfeier und melden sich dafür hier an: eveeno.com/200641763 Mehr Informationen zur Gedenkfeier finden Sie hier: 3. Mai 2026 4. Mai 2026, 10.00 Uhr - Öffentliche Zeitzeug*innengespräche mit zwei Überlebenden des KZ Neuengamme und zwei Angehörigen von NS-Verfolgten für Schulklassen 4. Mai 2026, 14.00 Uhr - Erzähl- und Begegnungscafé mit Angehörigen von ehemaligen Häftlingen des KZ Neuengamme und von NS-Verfolgten 4. Mai 2026, 19.00 Uhr - Daughters […]

  • 40 Jahre Lawaetz: Rundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

    KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

    Was war ein Konzentrationslager und welche Funktion erfüllten Konzentrationslager im Nationalsozialismus? Am historischen Ort des größten Konzentrationslagers Hamburgs, der heutigen KZ-Gedenkstätte Neuengamme, erfahren Teilnehmende, wer in Neuengamme inhaftiert war, zu welchen Arbeiten die Gefangenen gezwungen wurden und was nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem Gelände geschah. Der Rundgang findet statt am 20.06.2026 um 11 Uhr, veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit Hamburg vernetzt gegen Rechts anlässlich des 40. Jubiläums der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung. Die Teilnehmendenanzahl ist beschränkt, eine Anmeldung ist erforderlich unter vernetztgegenrechts@lawaetz.de. Treffpunkt ist der Servicepoint am Haupteingang der Gedenkstätte, in der Nähe der Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Ausstellung“. Hamburg vernetzt gegen Rechts ist ein Projekt der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung und wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und der Sozialbehörde Hamburg. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist Teil der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.