The Kids are not alright! Die neue autoritäre Linke
Buchvorstellung & Diskussion mit Nicholas Potter und Juliane Nagel
Brandanschläge auf Kneipen und Clubs, Drohungen gegen Journalist:innen, Einschüchterungen gegen Menschen, die sich gegen Antisemitismus engagieren: In den letzten Jahren haben sich Konflikte innerhalb der politischen Linken deutlich zugespitzt. Besonders rund um den Nahostkonflikt wird immer häufiger mit harten Feindbildern, moralischem Absolutheitsanspruch und Ausgrenzung gearbeitet.
Der Journalist Nicholas Potter hat sich intensiv mit diesen Entwicklungen beschäftigt. In seinem neuen Buch „Die neue autoritäre Linke“ beschreibt er Netzwerke, Ideologien und Strategien von Gruppen, die im Namen von „Antiimperialismus“ oder „Palästinasolidarität“ auftreten – und dabei oft autoritäre Denkmuster, antisemitische Narrative und Einschüchterung gegenüber Andersdenkenden reproduzieren.
Gemeinsam mit der Leipziger Landtagsabgeordneten Juliane Nagel (MdL, Die Linke) spricht Potter über ihre Erfahrungen mit politischen Konflikten und Anfeindungen innerhalb von sich fortschrittlich und emanzipiert nennenden Bewegungen und ihrer eigenen Partei. Zusammen loten sie aus, wie solidarische Politik aussehen kann, die Antisemitismus und Antizionismus in linken Milieus benennt und bekämpft, die dabei Raum für kritische Debatte lässt – und die sozialen Kämpfe stärkt, die eine Linke jetzt führen müsste.
Der Abend beginnt mit einer Vorstellung der zentralen Thesen zur “neuen autoritären Linken”, die wir anschließend mit dem Autor und Jule Nagel vertiefen: Wie entstehen autoritäre Dynamiken in politischen Bewegungen – was sind ihre historischen Bezugspunkte? Warum fallen sie vielen zunächst gar nicht auf? Und wie lassen sich offene, solidarische Räume verteidigen, in denen Kritik möglich bleibt – ohne Einschüchterung und ohne Antisemitismus? Auch die Verhältnisse in Hamburg sind am Abend Thema, bevor wir die Debatte für Fragen aus dem Publikum öffnen.
Das Buch „Die neue autoritäre Linke“ von Nicholas Potter ist aktuell bei dtv (München) erschienen.
Die Veranstaltung findet als Kooperation der Initiative Innenrevision Kulturbetrieb mit Bagrut e.V. statt, und wird freundlich gefördert durch die Monom Stiftung. Stiftung für Veränderung (Leipzig).
Uebel & Gefährlich, Feldstr. 26 (Hochbunker)
Montag, 20.04.2026
Einlass 19:30 Uhr
Beginn 20:00 Uhr
Eintritt gegen Spende
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Als Veranstaltende behalten wir uns vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die extrem rechten Parteien oder Organisationen angehören, der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch antisemitische, rassistische, völkische, nationalistische, islamistische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.