• Katechon – Zur Wiederkehr der politischen Theologie in der Gegenwart

    Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg Hühnerposten 1, Hamburg

    Lesung mit Volker Weiß Vom Tech-Milliardär Peter Thiel bis hin zu Alexander Dugin, dem ultranationalistischen Sichwortgeber Putins, neuerdings bemühen alle ein biblisches Motiv: den Katechon. Als geheimnisvolle Kraft kann er das Böse aufhalten, seine irdische Gestalt soll ausgerechnet Donald Trump sein. Über eine Figur der politischen Theologie, mit der alles begründet, aber nichts erklärt werden kann. Wer ist der »Katechon«? Seit einiger Zeit verkünden rechte und religiöse Fundamentalisten, dass eine höhere Kraft den »falschen Verheißungen« des »Antichristen« entgegentrete. Diese Verlockungen gaukeln als Werte einer demokratischen und aufgeklärten Gesellschaft den Menschen Sicherheit und Stabilität vor, während sie doch in Wahrheit nur Werke des Teufels sind. Mit dem Katechon als »Aufhalter« dieses Bösen wird nun eine theologische Figur in den Dienst genommen, um die Politik der extremen Rechten zu legitimieren. Spätestens, seit sich der Tech-Milliardär und Trump-Unterstützer Peter Thiel als Verfechter dieses Gedankens zu erkennen gab, ist das biblische Motiv einer breiteren Öffentlichkeit bekannt geworden. Der Essay geht den Spuren des »Katechon«-Motivs bis in die Schriften des deutschen Staatsrechtlers Carl Schmitt nach. Im Anschluss an die Lesung besteht die Möglichkeit mit dem Autor ins Gespräch zu kommen. Eine Veranstaltung in Kooperation mit Hamburg vernetzt gegen Rechts, Kurswechsel Hamburg – Ausstiegsarbeit Rechts und […]

  • Save the Date – Fachtag: Wenn der Wind sich dreht – Wie können sich Regelstrukturen gegen autoritäre Formierungen wetterfest machen?

    Bürgerhaus Wilhelmsburg Mengestraße 20, Hamburg

    Unsere demokratischen Institutionen und zivilgesellschaftlichen Freiräume stehen vor neuen, systemischen Herausforderungen. Antidemokratische und (extrem) rechte Kräfte nehmen zunehmend Einfluss auf die Kernbereiche unseres Zusammenlebens. Die politische Einflussnahme erfolgt anfangs oft unbemerkt über legale demokratische Instrumente. Dazu gehört die Besetzung strategischer Gremien oder parlamentarische Anfragen, die der gezielten Einschüchterung von Organisationen und Einzelpersonen dienen. Rechte Diffamierungskampagnen argumentieren in diesem Kontext häufig mit einem vermeintlichen Gebot der Neutralität. Ziel ist es, öffentlich finanzierte Strukturen schrittweise im Sinne autoritärer und (extrem) rechter Vorstellungen umzudeuten und umgestalten. Ob Justiz, Bildungswesen, Verwaltung, Sicherheitsbehörden, Jugendhilfe, Kultur oder Wissenschaft: Die institutionellen Rahmenbedingungen und unsere Spielräume verschieben sich spürbar. Gerade deshalb gilt es, bestehende Handlungsmöglichkeiten zu erkennen, solidarisch zu nutzen und die strukturellen Voraussetzungen demokratischer Teilhabe langfristig zu stärken. Die Veranstaltung verbindet gemeinsame Analysen mit einem konkreten Blick auf Strategien, Selbstschutz und Resilienz. Im Zentrum stehen dabei Fragen zur rechtlichen und strategischen Absicherung von Organisationen und Institutionen gegen die zunehmende autoritäre Einflussnahme, zur Neugestaltung von Bündnissen und Allianzen bei sich verändernden Mehrheiten sowie zur Definition roter Linien für veränderte Arbeitsbedingungen und die Entwicklung einer solidarischen Praxis. Diese Veranstaltung richtet sich an Haupt- und Ehrenamtliche, Beschäftigte aus Verwaltung, Bildung, Justiz und alle Interessierten, die unsere demokratische Infrastruktur mitgestalten und […]