• Antisemitismus und Verschwörungserzählungen in türkischen TV-Dramen

    Tschaikowsky-Saal Tschaikowskyplatz 2, Hamburg

    Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Schon vor dem Anschlag in Halle 2019 sind Jüdinnen und Juden auf der Straße attackiert worden, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der „Erinnerungsdiktatur“ und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den aktuellen Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungsmöglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann. "Antisemitismus und Verschwörungserzählungen in türkischen TV-Dramen" Antisemitismus und antisemitische Verschwörungsnarrative sind in der Türkei in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Kontexten präsent und werden besonders über mediale Formate verbreitet. Dabei kommt insbesondere den national und international erfolgreichen, populären türkischen Primetime-Fernsehdramen eine wichtige Rolle zu, da sie historische und geopolitische Deutungen einem breiteren Publikum zugänglich machen. Der Vortrag untersucht, wie solche Deutungsmuster in türkischen Fernsehserien aufgegriffen und transformiert werden. Am Beispiel des Historiendramas Payitaht: Abdülhamid (2027-2021) etwa lassen sich explizite antisemitische Darstellungen identifizieren. Zugleich zeigt sich, dass entsprechende Narrative in aktuellen Primetime-Fernsehdramen häufig nicht offen artikuliert werden, sondern in Form narrativer Codierungen oder geopolitischer Konfliktinszenierungen auftreten. Der Beitrag analysiert diese unterschiedlichen Erscheinungsformen und fragt danach, wie antisemitische Deutungsmuster […]

  • Filmvorführung NICHT VON SCHLECHTEN ELTERN

    Rathauspassage Rathausmarkt 3


    Präsentation des Kurzfilms „Nicht von schlechten Eltern – Erfolgreiche Bildungsbiografien von Sinti und Roma“. Die Sinteza und Sozialpädagogin Shlica Weiß hat mit ihrem Projekt "Mer kekhne – Wir zusammen" einen Interview-Film gedreht, der auf Erfahrungen mit Antiziganismus beruht. Der Film macht erfolgreiche Bildungs- und Berufswege von Sinti und Roma sichtbar und räumt dabei nicht nur mit Vorurteilen auf. Er ist gleichzeitig Empowerment pur und ermutigt Sinti und Roma, zu ihrer Identität zu stehen. Im Anschluss stellen sich einige der Protagonist:innen des Films vor. Es gibt die Möglichkeit zu Rückfragen und Diskussion. Rathauspassage, Rathausmarkt 3 Eintritt frei, Anmeldung erbeten an: film@bfoe-hh.de Eine Veranstaltung der Hamburger Kampagne gegen Antiziganismus der Sozialbehörde. Diese Veranstaltung findet in Kooperation mit Hamburg vernetzt gegen Rechts statt.

  • 40 Jahre Lawaetz: Rundgang KZ-Gedenkstätte Neuengamme

    KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

    Was war ein Konzentrationslager und welche Funktion erfüllten Konzentrationslager im Nationalsozialismus? Am historischen Ort des größten Konzentrationslagers Hamburgs, der heutigen KZ-Gedenkstätte Neuengamme, erfahren Teilnehmende, wer in Neuengamme inhaftiert war, zu welchen Arbeiten die Gefangenen gezwungen wurden und was nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges mit dem Gelände geschah. Der Rundgang findet statt am 20.06.2026 um 11 Uhr, veranstaltet von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme in Kooperation mit Hamburg vernetzt gegen Rechts anlässlich des 40. Jubiläums der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung. Die Teilnehmendenanzahl ist beschränkt, eine Anmeldung ist erforderlich unter vernetztgegenrechts@lawaetz.de. Treffpunkt ist der Servicepoint am Haupteingang der Gedenkstätte, in der Nähe der Bushaltestelle „KZ-Gedenkstätte, Ausstellung“. Hamburg vernetzt gegen Rechts ist ein Projekt der Johann Daniel Lawaetz-Stiftung und wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie leben! und der Sozialbehörde Hamburg. Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme ist Teil der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte zur Erinnerung an die Opfer der NS-Verbrechen.