• Wanderausstellung „Un|sichtbarer Terror. Orte rechter Gewalt in Deutschland”

    KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

    Die Ausstellung widmet sich einem Thema, das die Bundesrepublik seit ihrer Gründung begleitet: rechter Terror. Über Jahrzehnte hinweg war das Thema von Wegsehen, Ausblenden und Vergessen geprägt. Seit 2021 bereiste der Fotograf Mark Mühlhaus mehr als 30 Orte in ganz Deutschland, an denen rassistische oder antisemitische Taten von Rechtsterrorist*innen, Neonazis, Skinheads oder gewaltbereiten Jugendlichen verübt wurden. Seine Kamera richtete er dabei auf alltägliche Plätze: Straßen und Häuserzeilen, Uferpromenaden, Landstraßen oder Badeseen. Es sind Orte, die uns im Alltag vertraut erscheinen und gerade deshalb erschrecken, wenn in zugehörigen Texten ihre verborgenen Geschichten ans Licht treten. Die Ausstellung zeigt 35 Fotografien von Orten, zu denen jeweils eine Gewaltgeschichte gehört. Durch ihre scheinbare Normalität fordern sie die Besucher*innen heraus, genau hinzusehen. Ergänzt werden die Fotografien durch Hörstücke, in denen Überlebende und Betroffene rechter Gewalt selbst zu Wort kommen. Ihre Stimmen geben unmittelbare Einblicke in die Auseinandersetzung mit den erlittenen Anschlägen, Übergriffen und Attacken und zeugen von den tiefen Spuren, die diese Taten in ihrem Leben hinterlassen haben. Sie fordern die Besucher*innen heraus, sich mit den realen Folgen rechten Terrors auseinanderzusetzen. Durch ihre dreisprachige Gestaltung in Deutsch, Englisch und Türkisch ist die Ausstellung einem breiten Publikum zugänglich. Auch Schüler*innen sind ausdrücklich angesprochen, denn das […]