12. Dezember 2022

„Fünf Fragen an…“ das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm)

In jeder Ausgabe unseres Newsletters stellt sich jeweils ein Netzwerkmitglied des Beratungsnetzwerks gegen Rechtsextremismus Hamburg vor. Mit der Rubrik „Fünf Fragen an …“ haben Sie also die Möglichkeit unsere neuen sowie langjährigen Netzwerkmitglieder (besser) kennenzulernen. 

 

  1. Welche Organisation vertreten Sie hier im Netzwerk und was sind die inhaltlichen Schwerpunkte Ihrer Arbeit außerhalb des Netzwerkes?

Wir vertreten das Institut für konstruktive Konfliktaustragung und Mediation e.V. (ikm). Die zwei großen thematischen Schwerpunkte unserer Arbeit sind Konfliktaustragung und Diversitätssensibilität. Unser Anspruch ist es mit unserer Arbeit sowohl auf individueller Ebene Kompetenzen für eine konstruktive Konfliktaustragung zu vermitteln, als auch in Organisationen und gesamtgesellschaftlich eine konstruktive Konfliktkultur zu stärken. Darüber hinaus ist unser Ziel Menschen dafür zu sensibilisieren Diversität anzuerkennen, damit einhergehende Machtverhältnisse zu erkennen und Diskriminierung entgegenzuwirken. Hierfür bieten wir als anerkannter Träger der Jugend- und Erwachsenenbildung Trainings und Fortbildungen an, sowie diverse Projekte in der Stadtteilarbeit und Beratungen für Schul- und Teamentwicklungen. Zudem sind wir die Koordinierungsstelle für die drei Partnerschaften für Demokratie des Bezirks Hamburg-Mitte.

 

  1. Seit wann sind Sie im Netzwerk? Welche Erfahrungen haben Sie hier bisher gesammelt?

Das ikm ist seit Anbeginn im Netzwerk dabei, jedoch über die Jahre in wechselnder Besetzung.

 

  1. Warum sind Sie im Netzwerk, welchen Bezug haben Sie zum Thema?

Mit unseren Angeboten machen wir uns stark gegen Rassismus, Diskriminierung und jede Form von Menschenfeindlichkeit. Wir sehen diese Arbeit als eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, für die es Allianzen und Austausch braucht. Teil des Netzwerks zu sein, bedeutet für uns sich zu verbünden, unsere Kompetenzen zur Verfügung zu stellen und gleichzeitig von Expert*innen lernen zu können.

 

  1. Welche Themen beschäftigen Sie gerade in Ihrem Projekt, vielleicht auch in Bezug auf das Netzwerk?

Im Oktober 2022 ist unsere Weiterbildung für zukünftige ProViel-Moderator*innen gestartet (Professioneller Umgang mit kultureller und religiöser Vielfalt). Das Konzept basiert auf 1,5 Jahre Bedarfserhebung in HH Kinder- und Jugendeinrichtungen. Die superdiversen Teilnehmenden sind bereits erfahren in der Arbeit mit Jugendlichen und Jungerwachsenen. Sie werden qualifiziert, um in Jugendeinrichtungen in safer spaces Gesprächsräume zu schaffen, in denen über scheinbar unauflösbare Wertekonflikte, wahrgenommene Ungerechtigkeiten, explizite Phänomene wie Antimuslimischer Rassismus und Antisemitismus, gesprochen werden kann, ohne Spaltungen zu verstärken.

Ein weiteres Projekt ist das Workshop Angebot „Lebensrealität Rassismus“. Der von BI-Jugendlichen of Colour produzierte Kurzfilm „Stell ́dich nicht an, stell ́uns ein! – Einstellung zu Einstellungspraxis. Wir gemeinsam gegen Rassismus.“ ist das Ergebnis der Demokratiekonferenz HH-Mitte 2020. Er wirft einen Blick auf die Lebensrealität Rassismus im Kontext von Ausbildung und Beruf. Ausgehend von diesem Film haben die Protagonistin Alissa Ouro-Gbele und Bildungsreferentin Wondibel Opoku einen Workshop für Schulklassen und Jugendgruppen konzipiert, um mit ihnen zu diesen Realitäten zu arbeiten. Dabei wird je nach Gruppe die Perspektive von betroffenen und/oder nicht betroffenen Personen beleuchtet. Die Workshops werden von Demokratie leben! finanziert und können kostenfrei in Anspruch genommen werden.

 

  1. Wie wünschen Sie sich die Zukunft des Beratungsnetzwerkes gegen Rechtsextremismus Hamburg?

Für die Zukunft möchten wir selbst noch regelmäßiger teilnehmen, um das Netzwerke zu stärken und Synergien zu nutzen.

 

Kontakt:
Institut für konstruktive Konfliktaustragung & Mediation (ikm)
An der Alster 40
20099 Hamburg
www.ikm-hamburg.de
Tel.: +49 157 82472854

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