• Anti-Antifeminismus! – Von der Reaktion in die Aktion. Fair und solidarisch

    Musiksaal am Besenbinderhof Besenbinderhof 57 A, Hamburg

    Die letzten Jahrzehnte schienen in vielerlei Hinsicht progressiv, was Frauenrechte und Feminismus anging. Gemeinsam erkämpften Feminismus und Gewerkschaften wichtige Rechte in Politik, Gesellschaft und am Arbeitsplatz. Frauenfeindlichkeit und Antifeminismus sind nicht neu, aber mit ihrer massenhaften Verbreitung im Netz und in der öffentlichen Debatte befinden wir uns mitten im Rollback gegen feministische Errungenschaften: Etwa durch die sogenannte „Manosphere“, die im Netz gezielt sehr junge Männer und Kinder anspricht, um Frauenhass und frauenfeindliches Verhalten zu verbreiten. Radikale Rechte haben den Kampf gegen Feminismus und queere Menschen verstärkt und wirken mit ihrem Antifeminismus in breite Teile und Schichten unserer Gesellschaften hinein, indem sie Unsicherheiten und Ängste für sich ausnutzen. Damit wird unsere Demokratie unterwandert. Demokrat*innen, können sich dem entgegenstellen. An diesem Abend wollen wir u.a. mit der österreichischen Rechtsextremismus-Expertin Natascha Strobl darüber sprechen, wie genau antifeministische Positionen der Weg in den gesellschaftlichen Mainstream gebahnt wird, wer davon profitiert und wer davon besonders betroffen ist. Vor allem: Wie können wir uns solidarisch und praktisch gegen Antifeminismus verbünden? Wie stellen wir dem ein besseres Gesellschaftsmodell entgegen und gewinnen die Kraft, dies auch immer wieder neu zu gestalten und zu verteidigen? Der DGB Hamburg und die Friedrich-Ebert-Stiftung Nord laden herzlich ein. Hinweis: Vor der Abendveranstaltung […]

  • Antisemitismus und Verschwörungserzählungen in türkischen TV-Dramen

    Tschaikowsky-Saal Tschaikowskyplatz 2, Hamburg

    Antisemitismus ist ein gravierendes Problem in der Gegenwart. Das war in der jüngsten Vergangenheit nicht zu übersehen. Schon vor dem Anschlag in Halle 2019 sind Jüdinnen und Juden auf der Straße attackiert worden, neue rechte Bewegungen und Parteien fordern ein Ende der „Erinnerungsdiktatur“ und antisemitische Verschwörungstheorien finden immer mehr Verbreitung. Die Veranstaltungsreihe beschäftigt sich mit den aktuellen Erscheinungsformen der Judenfeindschaft in verschiedenen politischen, weltanschaulichen und religiösen Milieus und stellt zugleich Initiativen und Handlungsmöglichkeiten vor, wie man sich gegen Antisemitismus im 21. Jahrhundert engagieren kann. "Antisemitismus und Verschwörungserzählungen in türkischen TV-Dramen" Antisemitismus und antisemitische Verschwörungsnarrative sind in der Türkei in unterschiedlichen politischen und gesellschaftlichen Kontexten präsent und werden besonders über mediale Formate verbreitet. Dabei kommt insbesondere den national und international erfolgreichen, populären türkischen Primetime-Fernsehdramen eine wichtige Rolle zu, da sie historische und geopolitische Deutungen einem breiteren Publikum zugänglich machen. Der Vortrag untersucht, wie solche Deutungsmuster in türkischen Fernsehserien aufgegriffen und transformiert werden. Am Beispiel des Historiendramas Payitaht: Abdülhamid (2027-2021) etwa lassen sich explizite antisemitische Darstellungen identifizieren. Zugleich zeigt sich, dass entsprechende Narrative in aktuellen Primetime-Fernsehdramen häufig nicht offen artikuliert werden, sondern in Form narrativer Codierungen oder geopolitischer Konfliktinszenierungen auftreten. Der Beitrag analysiert diese unterschiedlichen Erscheinungsformen und fragt danach, wie antisemitische Deutungsmuster […]