Aufstehen gegen Rassismus: Vortrag und Diskussionsveranstaltung zur Kampagne „Björn Höcke ist ein Nazi“

Centro Sociale Sternstraße 2, Hamburg

Mit der Kampagne “Björn Höcke ist ein Nazi” will Aufstehen gegen Rassismus der fortschreitenden Normalisierung der AfD entgegentreten. In vielen Kommunen bröckelt die Brandmauer nach rechts oder ist bereits gefallen — mit drastischen Konsequenzen: Mittelkürzungen für alternative und soziale Projekte, Einschüchterung von und Gewalt gegen Andersdenkende, Queere und Migrant*innen. Aufstehen gegen Rassismus will mit ihrer Kampagne erreichen, dass die Brandmauer nach rechts hält oder neu eingezogen wird.

Tabu Häftlingsbordelle – Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern

Stiftung Kultur Palast Hamburg Öjendorfer Weg 30a, Hamburg

Der Vor­trag ordnet die jahrzehntelange mangelhafte öffentliche Wahrnehmung der Bordelle für männliche Häftlinge der Konzentrationslager als einen Ausdruck für das Ver­drängen und Bagatellisieren von sexualisierter Gewalt an Frauen ein. Vortrag und Diskussion zum Internationalen Frauenkampftag am 8. März mit Prof. Dr. Christa Paul.

Judenfeindlichkeit, Antisemitismus, Antizionismus – Aktualisierte Formen antijüdischer Gewalt

Hauptgebäude der Universität Hamburg Edmund-Siemers-Allee 1, Hamburg

Judenfeindlichkeit ist wieder aktuell – und das gleich in mehreren Kontexten. Dabei stehen Debatten um Definitionen des Antisemitismus-Begriffs, postkoloniale Israelkritik und der Nahostkonflikt im Fokus. 2023 entbrannten erste Diskussionen um die auf der Documenta 15 gezeigten stereotypen antijüdischen Bilder. Nach dem mörderischen Pogrom der Hamas auf israelischem Boden am 7. Oktober wurde die brutale Gewalt an Juden vielerorts öffentlich gefeiert – auch in Deutschland.

Politisch stellen, aber wie? Strategien gegen rechts – Auftaktveranstaltung

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Von-Melle-Park 3, Hamburg

Alarmierende Umfragewerte, ein Anstieg rechter Gewalt, aggressiver Aufruhr jenseits demokratischer Protestkultur: Ausgelöst durch die Correctiv-Recherchen wird seit Anfang des Jahres verstärkt über die Verteidigung der Demokratie, ihre Wehrhaftigkeit und Möglichkeiten zu ihrem Schutz diskutiert. In fast 1.000 Demonstrationen gehen seither Millionen Menschen dafür auf die Straße. Klar ist, dass rechte Angriffe auf die Demokratie politisch gestellt werden müssen. Dies geschieht nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in medialen und zivilgesellschaftlichen Räumen.
Ausgehend von zwei Inputs diskutieren wir an offenen Thementischen gemeinsam mit Euch Strategien des politischen Stellens, ihr Für und Wider und ihre Wirksamkeit.

Polen macht Mut – Erfahrungen europäischer Demokratien mit rechter Politik

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Von-Melle-Park 3, Hamburg

Was in Ungarn aktuell undenkbar scheint, ist letztes Jahr in Polen gelungen: Nach acht Jahren wurde die rechtspopulistische PIS (Partei für Recht und Gerechtigkeit) von einem breiten Parteienbündnis abgelöst. Selbst die auf Linie gebrachten öffentlichen Medien und die Versuche, das Justizsystem zu kontrollieren, haben daran nichts geändert. Wir wollen diskutieren, wie dies möglich war. Welche Rolle hat die Zivilgesellschaft gespielt, die in Polen von jeher sehr stark ist? Wie mussten die Parteien – von links bis konservativ – zusammenarbeiten, um einen weiteren Wahlsieg der PIS und einen weiteren Demokratieabbau zu verhindern? Was können wir für die Europawahlen daraus lernen und wie ist der Umschwung in Polen im Vergleich zu anderen europäischen Ländern einzuordnen?

Vom „großen Austausch“ zur „Remigration“.

Tschaikowsky-Saal Tschaikowskyplatz 2, Hamburg

Als Anfang dieses Jahres ein Treffen von Mitgliedern der AfD und der Werteunion mit der Identitären Bewegung bekannt wurde, sorgte die Nachricht bundesweit für Entsetzen. Der Vertreter der Identitären, Martin Sellner, hatte bei dem Treffen in Potsdam 2023 über Pläne zur „Remigration“, einer massenhaften Ausweisung von Menschen mit Migrationsgeschichte, gesprochen. Solche Pläne sind die Antwort auf das Phantasma des „großen Austauschs“ oder ­„Bevölkerungsaustauschs“, von dem Neue Rechte seit Jahren reden. Der Vortrag von Dr. Volker Weiß wird die lange Geschichte dieses Narrativs erläutern und zeigen, inwiefern es nicht nur rassistisch, sondern auch antisemitisch ist.

Antifeminismus und Antisemitismus in der Gegenwart

Zentrum Gender & Diversity Monetastraße 4, Hamburg

Wie sehen die aktuellen Potenziale antiemanzipatorischer, demokratiefeindlicher Allianzen vor dem Hintergrund von Krisenerfahrungen, rechtsuatoritären Tendenzen und parteipolitischen Auseinandersetzungen aus?

Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus

KZ-Gedenkstätte Neuengamme Jean-Dolidier-Weg 75, Hamburg

Der Rundgang findet anlässlich des Internationalen Tages gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transfeindlichkeit statt und gibt Einblicke in die Lebenssituationen und Verfolgung queerer Menschen in Hamburg sowie in die Geschichten queerer Häftlinge im KZ Neuengamme. Dabei werden auch Kontinuitäten von Verfolgung und Ausgrenzung nach 1945 sowie Leerstellen in der Forschung zu und im Gedenken an queere Opfer des Nationalsozialismus thematisiert.

Aktionswoche gegen rechts: „Hand in Hand – Gegen Hass und Hetze“

Vom 21. bis 24. Mai organisieren Jugendeinrichtungen, Kulturhäuser Kirchengemeinden und soziale Einrichtungen aus Steilshoop und Bramfeld ein vielfältiges Programm aus Workshops, Vorträgen, Diskussionen und weiteren Veranstaltungen. Zentraler Veranstaltungsort ist die Kreativwerkstatt im Einkaufzentrum Steilshoop im Schreyerring.

KZ-Außenlager, Zwangsarbeit und Widerstand im Hamburger Hafen 1933-1945

Treffpunkt: Barkassen-Centrale Ehlers, Anleger Vorsetzen beim roten Feuerschiff, Nähe U-Banstation Baumwall Vorsetzen 31, Hamburg

Während der zweistündigen Hafenrundfahrt mit einer Barkasse wird die Geschichte des Hamburger Hafens im Nationalsozialismus thematisiert. Mit Blick auf historische Hafenbecken, Schuppen und Speicher, Fabrikhallen, Brücken und Schiffe jeder Größe wird von Zwangsarbeit, Widerstand und Verfolgung im Hamburger Hafen berichtet. Die Route führt auch zu Orten, an denen Zwangsarbeits- und Konzentrationslager eingerichtet waren, so auch zum Speicher G am Dessauer Ufer.

Ewertour: Das KZ Neuengamme und seine Umgebung

Anleger Serrahn in Bergedorf, Nähe S-Bahnstation Bergedorf

Mit dem Vierländer Ewer, dem Nachbau eines historischen Binnen-Frachtschiffs, geht es vom Bergedorfer Hafen über die Dove-Elbe auf die Suche nach den Verbindungen des Konzentrationslagers Neuengamme in die Vier- und Marschlande. Anhand von auf den ersten Blick unscheinbaren historischen Überresten, die um Berichte und Zeichnungen ehemaliger Häftlinge ergänzt werden, treten die vielfältigen wirtschaftlichen Verbindungen des Konzentrationslagers zur Umgebung in den Blick, auch Verbindungen zwischen einheimischer Bevölkerung und KZ-Häftlingen bzw. SS-Wachmannschaften werden angesprochen. In der KZ-Gedenkstätte angekommen, werden Gelände und Ausstellungen erkundet. In einem Abschlussgespräch während der Rückfahrt ist Zeit für den Austausch von Eindrücken. Inhaltliche Begleitung: Martin Reiter.

Vortrag und Diskussion zur Reichsbürgerszene mit Andreas Speit

Honigfabrik Wilhelmsburg Industriestraße 125-131, Hamburg

Im Vortrag von Andreas Speit soll es nicht, um den Fall in der Honigfabrik im Speziellen gehen, sondern allgemeiner um Strukturen, Ideologien und Akteur*innen der Reichsbürgerszene: Woran lassen sich diese Ideologien erkennen, woran ihre Organisationen? Wie sehen die Strukturen in und um Hamburg aus und was macht diese Szene so attraktiv für neue Mitglieder?

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