Umstrittene Orte II: Das koloniale Hamburg – eine Spurensuche zwischen St. Pauli und der Altstadt

Treffpunkt: Reeperbahn / Ecke Zirkusweg (an den Tanzenden Türmen)

Hamburg als Handels- und Hafenstadt nimmt eine zentrale Rolle in der deutschen Kolonialgeschichte ein. Der daraus entstandene Reichtum der Kaufleute prägt die Stadt bis heute. Die Führung fragt danach, wie wir künftig mit kolonialem Erbe umgehen wollen. Sie führt zu markanten Gebäuden, Plätzen und Denkmälern, z.B. zur Bismarckstatue im Alten Elbpark, dem Afrikahaus des Kaufmanns Woermann und zu den Gedenktafeln in die Kirche St. Michaelis.

9€ – 13€

Der Novemberpogrom und die Verfolgung von Jüdinnen und Juden

Geschichtsort Stadthaus Stadthausbrücke 6, Hamburg, Deutschland

Das Stadthaus am Neuen Wall/Stadthausbrücke war bis 1943 Sitz des Hamburger Polizeipräsidiums sowie der Staatspolizei- und Kriminalpolizeileitstellen. An diesem Ort organisierten Gestapo, Kriminalpolizei und Schutzpolizei nationalsozialistische Gewaltverbrechen, denen Tausende Männer und Frauen zum Opfer fielen. Anlässlich des 85. Jahrestags der Reichspogromnacht berichtet Sandra Wachtel von den vielen verfolgten Hamburger Jüdinnen und Juden.

Verfolgung queerer Menschen in Hamburg zur Zeit des Nationalsozialismus

Treffpunkt: Bürgermeister Petersen Denkmal (S-Bahn Stadthausbrücke)

Zum Stück "Die Namenlosen" der Gruppe Nesterval habe ich einen Stadtrundgang zur Verfolgung queerer Menschen im Nationalsozialismus in Hamburg entwickelt. Wir besuchen Schauplätze der Verfolgung, erfahren mehr über das faschistische Unterdrückungssystem, und lassen auch die Opfer der Verfolgung zu Wort kommen. Der Stadtspaziergang verbindet die Erzählungen aus der NS-Zeit mit Einblicken in die Wirtschaftsgeschichte der Hansestadt.

Black History Month

Bei den Events steht Schwarze Geschichte und Kultur im Mittelpunkt. Die Organisator*innen möchten ihre Perspektiven auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft teilen und so die notwendige Sichtbarkeit für ihre Erfahrungen in der Gesellschaft schaffen. Mit den Veranstaltungen möchten sie einen Beitrag dazu leisten, die Communities von Schwarzen Menschen in Hamburg sowie interessierte Menschen zusammenzubringen.

Vom Stadthaus ins „Kola-Fu“

Geschichtsort Stadthaus Stadthausbrücke 6, Hamburg, Deutschland

Das Stadthaus war eine Zentrale des NS-Terrors. Viele der hier inhaftierten Menschen wurden in das Konzentrationslager und Polizeigefängnis Fuhlsbüttel („Kola-Fu“) überstellt. Der Rundgang beginnt im Geschichtsort Stadthaus und wird nach einer gemeinsamen Fahrt mit der S1 bis zur Haltestelle Ohlsdorf in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel fortgesetzt.

Die Deportation von Sinti und Roma nach Auschwitz im März 1943

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof Lohseplatz 1, Hamburg

Am 11. März 1943 wurden 357 Sintizze, Sinti, Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland von der Kriminalpolizei nach Auschwitz-Birkenau verschleppt. Nur wenige überlebten. Anlässlich des Jahrestages der Verschleppung wird das Deportationsgeschehen erläutert und in die historischen Zusammenhänge eingeordnet.

Kämpfe gegen Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Emanzipation – Antifeminismus in Hamburg

Hansaplatz

Der Begriff Antifeminismus hat in den letzten Jahren mehr und mehr Aufmerksamkeit erlangt. Doch was verbirgt sich hinter dem Begriff? Was sind antifeministische Einstellungen? Und wie sind diese Praxen in der Gesellschaft eingebettet? Mithilfe eines digitalen Stadtrundgangs wollen wir uns auf eine Spurensuche durch Hamburg begeben und diesen Fragen nachgehen. Wir wollen gemeinsam klären, was unter dem Begriff verstanden wird, und ob diese Einstellung neu ist.

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Gedenkstätte Bullenhuser Damm Bullenhuser Damm 92, Hamburg

An diesem Tag vor 79 Jahren ermordeten SS-Männer im Keller einer ehemaligen Schule in Hamburg-Rothenburgsort 20 jüdische Kinder sowie mindestens 28 erwachsene Häftlinge des KZ Neuengamme.
Heute hat die Ausstellung in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm von 10 bis 17 Uhr geöffnet und es werden um 11 und um 13 Uhr öffentliche Kurzführungen angeboten.

Galão und Salpeter – Auf den Spuren von Hamburgs (post-)kolonialem Erbe

Landungsbrücken

Ausgehend von Migrationsbewegungen aus und nach Hamburg, (post-)kolonialen Verflechtungen und Kontinuitäten wollen wir in diesem Rundgang Hamburg aus einer anderen Perspektive betrachten und dem Reichtum der Stadt kritisch auf den Grund gehen. Von den Landungsbrücken über das Portugiesenviertel bis zur Altstadt und dem Chile-Haus gibt es viel zu erkunden – seid mit dabei!

Entrechtung, Verfolgung und Deportation der Sinti und Roma in Hamburg

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof Lohseplatz 1, Hamburg

Anlässlich des 84. Jahrestags der Deportation nach Belzec informiert der Rundgang über die Entrechtung, Verfolgung und Deportationen der Sintize, Sinti, Romnja und Roma in Hamburg. Im Mai 1940 wurden etwa 1000 Sintize, Sinti, Romnja und Roma tagelang im Fruchtschuppen C festgehalten und anschließend zur Zwangsarbeit in das besetzte Polen verschleppt. Die meisten überlebten nicht.

Kaffee, Schmuck, Textilien: Hamburg FairWandeln – Ein Rundgang durch Ottensen

Alma-Wartenberg-Platz Hamburg

Weltweit sind die Produktions- und Lieferketten der meisten (Konsum-)Produkte von Ausbeutung und Ungleichheit geprägt. Bei der Produktion von Kaffee, Schmuck und Textilien werden besonders häufig Frauen in Ländern des Globalen Südens ausgebeutet, sodass auch Geschlechtergerechtigkeit hierbei eine zentrale Rolle spielt. Fairer Handel ist dabei ein bekanntes Gegenkonzept, welches sich für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen entlang globaler Wertschöpfungsketten einsetzt. Doch während sich der Faire Handel mit Lebensmitteln zunehmender Beliebtheit erfreut, hat sich diese Entwicklung in anderen Branchen noch nicht durchsetzen können. Zum Beispiel stammt nur höchstens ein Prozent der in der Schmuckbranche verwendeten Materialien aus fairer Produktion. Aber auch der rasante globale Aufstieg so genannter Fast Fashion zeigt einmal mehr, dass im Bereich Fairer Kleidung noch ein weiter Weg vor uns liegt.

Rechte Gewalt und der NSU-Komplex in Hamburg-Altona

Der rechtsterroristische NSU-Mord an Süleyman Taşköprü vor 20 Jahren in Hamburg-Bahrenfeld reiht sich ein in die Kontinuität und Gegenwart rechten Terrors in Hamburg. Durch Verharmlosung, Nicht-Aufklärung von Netzwerken und gesellschaftliche Ignoranz werden notwendige Auseinandersetzungen bis heute verhindert. Entlang von digital bereitgestellten Texten, Bilder, Audios und Videos wird der Rundgang in Altona folgende Fragen nachgehen: Wie wird mit der Vergangenheit und Gegenwart rechter Gewalt umgegangen? Wie kämpfen Betroffene und Überlebende rechter Gewalt um Gerechtigkeit und Aufklärung?

„Ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“ – Rundgang zu Orten der nationalsozialistischen Verfolgung im Grindelviertel

Denkmal "Kindertransport - Der letzte Abschied/The Final Parting", Südausgang Bahnhof Dammtor Dag-Hammarskjöld-Platz, Hamburg

Der Rundgang mit Sandra Wachtel führt zu verschiedenen Orten der nationalsozialistischen Verfolgung jüdischer Hamburgerinnen und Hamburger im Grindelviertel. Mehr als 8.000 Jüdinnen und Juden, Sintize, Sinti, Romnja und Roma aus Hamburg und Norddeutschland wurden im Nationalsozialismus in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt. Zentraler Ausgangspunkt der Deportationen war der Hannoversche Bahnhof. Zuvor waren sie an verschiedenen Sammelorten in Hamburg für mehrere Stunden oder sogar Tage festgehalten worden, dort wurden sie registriert und ihr Gepäck durchsucht

Kuratorinnenführung zur Installation „…ohne jede Hoffnung auf Rückkehr“. Hamburger Sammelorte der Deportationen

Info-Pavillon denk.mal Hannoverscher Bahnhof Lohseplatz 1, Hamburg

8000 Menschen, die in Ghettos, Konzentrations- und Vernichtungslager verschleppt wurden, wurden zuvor für mehrere Stunden oder sogar Tage an Sammelorten festgehalten, registriert und ihr Gepäck durchsucht. Die Installation zeigt historische Fotos von Sammelorten norddeutscher Deportationen aus Hamburger Archiven sowie aktuelle Fotos, die der Fotograf Miguel Ferraz Araújo aus ähnlichen Perspektiven aufgenommen hat. Die Präsentation der sechs zwei mal vier Meter großen Banner ist in der sogenannten Fuge zwischen dem Lohseplatz und dem eigentlichen Gedenkort zu sehen.

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