„Den Nazis ein Dorn im Auge“ – Das Israelitische Krankenhaus (Hamburg St. Pauli) im Nationalsozialismus

Stadtteiltreff AGDAZ e.V. Gropiusring 43A, Hamburg, Deutschland

Nur wenigen HamburgerInnen ist bekannt, dass sich im heutigen Ortsamt St. Pauli in der Simon-von-Utrecht-Straße von 1843 bis 1939 das Jüdische Krankenhaus befand.
Es stand allen Menschen unabhängig von Herkunft und Religion offen, vor 1933 waren fasst 70 % der PatientInnen nicht jüdisch.
Dieses Krankenhaus war weit über die Grenzen St. Paulis aufgrund seiner guten medizinischen Versorgung hinaus beliebt und geachtet. Ab 1933 wurde es von den Nationalsozialisten systematisch demontiert und 1939 geschlossen.

4€

Black History Month

Bei den Events steht Schwarze Geschichte und Kultur im Mittelpunkt. Die Organisator*innen möchten ihre Perspektiven auf Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft teilen und so die notwendige Sichtbarkeit für ihre Erfahrungen in der Gesellschaft schaffen. Mit den Veranstaltungen möchten sie einen Beitrag dazu leisten, die Communities von Schwarzen Menschen in Hamburg sowie interessierte Menschen zusammenzubringen.

„Wiedersehen mit Brundibar“

Zeise Kino Friedensallee 7-9, Hamburg

Antisemitismus ist in unserer Gesellschaft wie wir alle wissen leider nach wie vor ein großes Problem. Was dagegen hilft sind persönliche Begegnung und Bildung. Letztere bedeutet jedoch weit mehr als nur trockene Geschichtsbücher. Die Douglas Wolfsperger Filmproduktion bietet daher 2023/24 wieder Vorführungen des Kino-Dokumentarfilms "Wiedersehen mit Brundibar" mit Regisseurgespräch an. Direkt im Anschluss lädt Regisseur Douglas Wolfsperger Sie herzlich, ihm Ihre Fragen zu stellen.

Die langen Schatten der Vergangenheit: Wie der Kolonialismus Hamburg bis heute prägt

W3 – Werkstatt für internationale Kultur und Politik e.V. Nernstweg 32 – 34, Hamburg

Lagerhäuser, Straßennamen, Denkmäler: Hamburgs koloniale Vergangenheit ist im Stadtbild allgegenwärtig – und dennoch nicht immer auf den ersten Blick als solche erkennbar. An zahlreichen Orten der Stadt finden sich materielle Spuren der kolonialen Geschichte und Referenzen auf einstige Kolonialakteur*innen. Als Handelsmetropole und Warenumschlagplatz spielt Hamburg, das sich selbst als „Tor zur Welt“ bezeichnet, seit jeher eine zentrale Rolle im globalen Welthandel und profitiert bis heute von ungleichen globalen Handelsbeziehungen und Ausbeutungsverhältnissen, die koloniale Machtverhältnisse fortführen. In diesem Vortrag widmet sich der Historiker Dr. Kim Todzi der Frage, wie Hamburg den Kolonialismus prägte und umgekehrt – wie die Stadt durch den Kolonialismus geprägt wurde. Im Anschluss wollen wir gemeinsam darüber diskutieren, wie ein verantwortungsvoller, dekolonialer Umgang mit den zahlreichen kolonialen Spuren und Kontinuitäten in Hamburg aussehen könnte.

Materialistischer Queerfeminismus – Theorien zu Geschlecht und Sexualität im Kapitalismus

Rote Flora Achidi-John-Platz 1, Hamburg

Materialistisch und Queer? Die Debatte darum, ob der Feminismus beide Ansätze verbinden kann, ist hochaktuell. In den bisherigen Theorieentwicklungen lag der Schwerpunkt entweder auf Klassenverhältnissen oder der gesellschaftlichen Konstruktion von Geschlecht - oft stieß das auf Kritik der jeweils anderen Position. In dem Sammelband Materialistischer Queerfeminismus werden erste Entwürfe einer zusammenführenden Theorie zusammengefasst.

Zur Erinnerung an die Deportierten vom 11. März 1943

Gedenkort Hannoverscher Bahnhof / Lohseplatz Lohseplatz, Hamburg

Am 11. März 1943 wurden über 300 Menschen, Sinti aus Hamburg und Norddeutschland, verhaftet und in einem mehrtägigen Transport direkt in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau deportiert. Nur wenige überlebten. Anlässlich des 81. Jahrestags wird an die Deportierten erinnert.

„Heute ist wichtig“ – Ein Kinderbuch über Flucht

Kulturhaus Süderelbe e.V. Am Johannisland 2, Hamburg, Deutschland

Mitten in der Nacht wird Sarah von ihrer Mutter geweckt: "Sarah, du musst aufstehen. Etwas Schreckliches ist passiert. Wir müssen los." Clemens Fobian liest aus seinem neuen Kinderbuch „Heute ist wichtig“ – Ein Kinderbuch über Flucht. 

Verraten, verletzt und verdrängt: Die NS-Verfolgtengruppe der Euthanasiegeschädigten und Zwangssterilisierten und ihr Kampf um Anerkennung und Entschädigung

Goldbekhaus Moorfuhrtweg 9, Hamurg

Das "Gesetz zur Verhütung erbkranken Nachwuchses" von 1933 gilt als erstes Rassegesetz in NS-D-land und diente bis 1945 als Grundlage für die Zwangsterilisation von etwa 400 000 Menschen, die an einer körperlichen oder geistigen Krankheit litten oder nur im Verdacht einer solchen standen. Der 1. Sept. 1939 markiert den Beginn der systematischen "Euthanasiemorde". In den "Euthanasie"-Gasmordanstalten und anderen Heil- und Pflegeanstalten wurden etwa 300.000 Menschen ermordet. Margret Hamm (Bund der "Euthanasie"-Geschädigten und Zwangsterilisierten (BEZ))spricht über die Kontinuitäten im Umgang mit den Opfern und die nahtlos anknüpfende gesellschaftliche, rechtliche und politische Stigmatisierung in der BRD.

Politisch stellen, aber wie? Strategien gegen rechts – Auftaktveranstaltung

Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Von-Melle-Park 3, Hamburg

Alarmierende Umfragewerte, ein Anstieg rechter Gewalt, aggressiver Aufruhr jenseits demokratischer Protestkultur: Ausgelöst durch die Correctiv-Recherchen wird seit Anfang des Jahres verstärkt über die Verteidigung der Demokratie, ihre Wehrhaftigkeit und Möglichkeiten zu ihrem Schutz diskutiert. In fast 1.000 Demonstrationen gehen seither Millionen Menschen dafür auf die Straße. Klar ist, dass rechte Angriffe auf die Demokratie politisch gestellt werden müssen. Dies geschieht nicht nur in den Parlamenten, sondern auch in medialen und zivilgesellschaftlichen Räumen.
Ausgehend von zwei Inputs diskutieren wir an offenen Thementischen gemeinsam mit Euch Strategien des politischen Stellens, ihr Für und Wider und ihre Wirksamkeit.

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Gedenkstätte Fuhlsbüttel Suhrenkamp 98, Hamburg, Deutschland

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Bernhard Pohl.

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel

Gedenkstätte Fuhlsbüttel Suhrenkamp 98, Hamburg, Deutschland

Führung und Gespräch in der Gedenkstätte Fuhlsbüttel mit Ehrenamtlichen der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) und des Arbeitskreises
ehemals verfolgter und inhaftierter Sozialdemokraten (AvS) jeden Sonntag um 11.00 und 12.00 Uhr. Heute mit Holger Martens.

Die Kinder vom Bullenhuser Damm

Gedenkstätte Bullenhuser Damm Bullenhuser Damm 92, Hamburg

An diesem Tag vor 79 Jahren ermordeten SS-Männer im Keller einer ehemaligen Schule in Hamburg-Rothenburgsort 20 jüdische Kinder sowie mindestens 28 erwachsene Häftlinge des KZ Neuengamme.
Heute hat die Ausstellung in der Gedenkstätte Bullenhuser Damm von 10 bis 17 Uhr geöffnet und es werden um 11 und um 13 Uhr öffentliche Kurzführungen angeboten.

Deportiert – „Immer mit einem Fuß im Grab“ – Erfahrungen deutscher Juden

Geschichtsort Stadthaus Stadthausbrücke 6, Hamburg, Deutschland

Im Herbst 1941 begannen die systematischen Deportationen von Jüdinnen und Juden aus dem Deutschen Reich in das deutsch besetzte östliche Europa. Aus Hamburg wurden die Menschen über den Hannoverschen Bahnhof in Ghettos und Konzentrationslager verschleppt. Der Deportationsbefehl riss die Menschen aus ihrem bisherigen Leben. In dieser Situation entstanden Briefe, Postkarten und Tagebücher. Sie schildern Ängste und Hoffnungen, die Stationen bis zur Abreise, den Transport, das Überleben im Ghetto.

Wiedersehen mit Brundibár

METROPOLIS Kino Kleine Theaterstraße 10, Hamburg, Deutschland

Die Kinderoper »Brundibár« wurde im Ghetto Theresienstadt aufgeführt, um der Welt gegenüber die Zustände im KZ zu verschleiern. Greta Klingsberg ist eine der wenigen Überlebenden der Originalbesetzung von »Brundibár« und trifft auf einer Reise nach Theresienstadt Jugendliche aus Berlin, die das Stück wieder aufführen. Ein Dokumentarfilm von Douglas Wolfsperger (85 Min.). Nach dem Film steht der Regisseur Douglas Wolfsperger für Fragen zur Verfügung.

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