• Jüdische Kulturtage Hamburg 2025

    Nach dem großen Erfolg der ersten Jüdischen Kulturtage im Jahr 2023 richtet die Jüdische Gemeinde in Hamburg mit Unterstützung der HERMANN REEMTSMA STIFTUNG das Festival aus, das nun im zweijährigen Rhythmus stattfindet. Mehr als 40 Veranstaltungen präsentieren zwischen dem 4.11. bis 14.12.2025 die Vielfalt jüdischer Kultur in den Bereichen Judentum/Religion, Musik, Erinnerungskultur, Bildende Kunst, Literatur, und Darstellende Kunst sowie in der Stadtgeschichte. Auf dem Programm stehen Konzerte, Lesungen, Ausstellungen, Theaterstücke, Führungen, Diskussionsrunden und Workshops, die das reiche kulturelle Erbe ebenso sichtbar machen wie das vielfältige jüdische Leben heute. Ein gemeinsames Erleben jüdischer Kulturveranstaltungen schafft zudem Begegnungen und fördert den Dialog zwischen nicht-jüdischen und jüdischen Menschen. Durch diese Begegnungen wird ein besseres Kennenlernen möglich, wodurch Klischees und Vorurteile abgebaut werden, zur Stärkung eines konstruktiven und positiven Miteinanders mit gegenseitigem Respekt. Hier gehts zum Programm

  • Annäherungen. Antisemitische Bilder und der 7. Oktober

    Westwerk Admiralitätstraße 74, Hamburg

    Bildvortrag und Diskussion mit Till Gathmann Der Überfall auf Israel vom 7. Oktober 2023 war von Beginn an nicht von den Bildern zu trennen, die die Täter produziert und medial vor allem über das Internet verbreitet haben. In ihnen wird die äußerste Gewalt gegen Menschen gefeiert und lustvoll zur Schau gestellt. Sie wurden weltweit millionenfach geteilt und angeschaut und fungier­ten nicht nur als islamistische Propaganda. Dabei unterscheiden sie sich von älteren Formen antise­mitischer Bildsprache und stehen zugleich in Konti­nuität zu ihnen. Die enorme Erregung, mit der die Bilder produziert, rezipiert, reproduziert, dann verleugnet und bekämpft wurden, förderte auf diese Weise Aspekte von Aggression und Lust, von Sexuellem und Moralischem zu Tage, die sich nicht von selbst verstehen. Diese Aspekte spielen eine wesentliche Rolle auch für die Rezeption der Bilder des auf den 7. Oktober folgenden Kriegs im Gazastreifen. Können die Bilder des 7. Oktobers als antisemiti­sche im Sinne einer ikonografischen Tradition ver­standen werden? Oder sind sie lediglich Ausdruck der allgemeinen technischen Entwicklung der Bild­produktion und -zirkulation durch Internet und Smartphone? Was verraten die Bilder als Selbst­zeugnisse über die Täter, ihre Vorstellungen und Phantasien? Im Versuch, diese Bilder des 7. Okto­ber und ihr sehr unmittelbares Nachleben zu ver­stehen, kollidieren also die […]