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Modernisierer. Grenzgänger. Anstifter. Sechs Jahrzehnte „Neue Rechte“

10. Oktober @ 10:00 - 17:30

Anmeldung bis zum 30.09.2022 unter:
www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/511263/modernisierer-grenzgaenger-anstifter/

Die „Neue Rechte“ ist ein medialer Dauerbrenner. Das liegt auch an ihren streitbaren Persönlichkeiten, öffentlichkeitswirksamen Inszenierungen oder provokanten Wortmeldungen, und damit letztlich vor allem an ihrer Selbstdarstellung. „Neu“, das klingt modern, innovativ und nach Aufbruch. Gleichzeitig ist die „Neue Rechte“ zu einem verwaschenen Sammelbegriff geworden, unter dem alles verhandelt wird, was jüngerer Entwicklung ist und Bezüge ins (extrem) rechte Lager aufweist. Wer oder was ist also die „Neue Rechte“ und was charakterisiert sie heute?

Die sogenannte „Neue Rechte“ war in den 1960er und 1970er Jahre angetreten, um die stark vom Nationalsozialismus geprägte „alte Nachkriegsrechte“ weltanschaulich zu modernisieren. Dafür wurden ideologische Bezugspunkte neu sortiert, das Repertoire des „Neuen Nationalismus“ der Zwischenkriegsjahre freigelegt, Denker der sogenannten Konservativen Revolution der Weimarer-Jahre wiederbelebt und der Blick auf zeitgenössische nationalrevolutionäre Strömungen und „Neue Linke“ gerichtet. Es schlossen sich im wörtlichen Sinne Grenzgänge an: zur neu formierten französischen „Nouvelle Droite“, zu neofaschistischen Gruppen Italiens und zum deutschen Nationalkonservativismus. Oft totgesagt, erfand sich diese „Neue Rechte“ über die Jahrzehnte immer wieder neu und bildete im Laufe der Zeit unterschiedliche Strömungen heraus. Gemeinsam ist ihnen, Anstifter sein zu wollen – für einen neuen, breiten und (extrem) rechten Aufbruch.

Über den tatsächlichen Erfolg der „Neuen Rechten“ lässt sich trefflich streiten – immerhin gelang und gelingt es ihr, sich im Spektrum der (extremen) Rechten Gehör zu verschaffen und vor allem durch eine rege Publizistik Ideen zu verbreiten. Einzelne Gruppierungen oder Protagonisten avancierten zudem zu Feuilletonlieblingen und auch so manche Politikerin und mancher Politiker lassen sich von ihnen inspirieren. Doch welche langfristigen Ziele verfolgt die „Neue Rechte“ eigentlich? Und ist alles, was im rechten Lager neu ist, gleich auch Teil dieser Strömung?

Anmeldung bis zum 30.09.2022 unter:
www.bpb.de/veranstaltungen/veranstaltungskalender/511263/modernisierer-grenzgaenger-anstifter/

Die Veranstaltung richtet sich an Mitarbeitende der schulischen und außerschulischen Jugendbildung, der Erwachsenenbildung sowie von Fachträgern, aus Vereinen, Verbänden, Initiativen und Bündnissen, die sich kritisch mit Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus auseinandersetzen; Mitarbeitende von Verwaltungen und Behörden, Polizei, Justiz, Verfassungsschutz sowie Journalistinnen und Journalisten und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Details

Datum:
10. Oktober
Zeit:
10:00 - 17:30
Veranstaltungskategorien:
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Veranstaltungsort

Collegium Leoninum

Veranstalter

Bundeszentrale für politische Bildung